Warum ELFI?
Der Rückgang der öffentlichen Mittel für die
Forschung und der immer stärker werdende Konkurrenzdruck
macht die Einwerbung von Drittmitteln für Hochschulen
dringend erforderlich. Häufig wird die Qualität der
Forschung an der Höhe der eingeworbenen Drittmittel
gemessen. Für die Wissenschaftler bedeutet dies, dass sie
sich vermehrt mit der Recherche nach Fördermitteln
beschäftigen müssen. Es ist überaus zeit- und
arbeitsintensiv, aus der unübersehbaren Menge an
Informationen gezielt die passende Fördermöglichkeit
herauszufiltern. Die ELFI-Datenbank bietet hier eine optimale
Lösung: Mit einer speziellen Internet-Agententechnik
überwacht ELFI regelmäßig ca. 30.000 relevante
Internet-Dokumente. Änderungen, Aktualisierungen und
Neuerungen können so schnell in den ELFI-Datenbestand
aufgenommen und für die Nutzer aufbereitet werden.
Neben den Ausschreibungen der EU sowie der Bundes- und Länderministerien,
Projektträger, Stiftungen und Unternehmen wertet ELFI
alle wichtigen Datenbanken mit Förderinformationen (z. B. Cordis) aus.
Förderungen von Organisationen ohne eigene Webdomain und
Ausschreibungen in Printmedien werden von ELFI ebenfalls
über das Netz zugänglich gemacht.
Die Datenbank bietet Ihnen:
- über 5.800 Forschungsförderprogramme
- rund 2.500 nationale und internationale
Förderer
- Informationen zu 200 Forschungsgebieten und 29
Querschnittsthemen
- Kurzbeschreibung der Fördermöglichkeit
- Abgabetermine
- Dotierung der Programme
- Adressen der Ansprechpartner
- originale Ausschreibungstexte, Merkblätter oder
Formulare
- laufende Aktualisierung (1 mal pro Woche)
- individuelle Abfrageprofile für Nutzer mit
unterschiedlichen Forschungsinteressen
- Auswahlmöglichkeit spezieller Förderarten (z.B.
Projektförderung, Reisekosten)
- Liste der Transferstellen an deutschen Hochschulen
- Fördermöglichkeiten für Studierende
(Stipendien, Austausch etc.)
Durch diese Informationen gewinnt der Nutzer komfortabel und
schnell den Einblick in die für ihn relevanten
Fördermöglichkeiten und kann innerhalb kurzer Zeit eine
Antragstellung gezielt vorbereiten. Wenn Sie sich für die
Nutzung von ELFI interessieren, können Sie gerne einen
1-2-tägigen Probezugang mit uns vereinbaren und sich einen
ersten Eindruck verschaffen.
Die Projektidee
Als sich im Jahr 1995 zahlreiche Forschungsreferenten deutscher Hochschulen in Kiel auf die Fähre nach Göteborg einschifften, ahnten sie noch nicht, dass während dieser Überfahrt eine Idee entstehen sollte, die sich in der Folgezeit zu einer der wichtigsten Informationsquellen über Forschungsförderung entwickelte.
Die Forschungsreferenten waren damals unzufrieden: Sie verbrachten mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit damit, nach passenden Fördermöglichkeiten für "ihre" Wissenschaftler zu recherchieren.
Dabei wussten sie, dass die Kollegen an den anderen Hochschulen genau dieselben Informationen brauchten. Einige von ihnen archivierten
die Ergebnisse ihrer Suche und wurden entsprechend oft um Rat gebeten. Dieser Situation wollten sie Abhilfe schaffen.
Die Schiffsreise bot reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch und dabei entstand die Idee einer zentralen, für alle verfügbaren Datensammlung im Internet. Einer der Forschungsreferenten wurde damit betraut, eine geeignete Datenbank für das Internet zu programmieren. Nach zweijähriger Entwicklungs- und Erprobungsphase stand die Servicestelle
für ELektronische ForschungsförderInformationen (ELFI) ab 1998 allen Interessenten mit Zugang zum Internet zur Verfügung.
Die Servicestelle wurde als gemeinsames Projekt der Ruhr-Universität Bochum und der GMD gegründet.
Zeitweise übernahmen die Ruhr-Universität, das damalige MSWWF, der DFN-Verein aus Mitteln des BMBF und der Stifterverband die Förderung.
Von Mitte 2001 bis Ende 2003 wurde ELFI ausschließlich vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW (MIWFT) im Rahmen des Programms "Offensive zukunftsorientierte Spitzenforschung" finanziert.
Seit Anfang 2004 erwirtschaften wir unsere Mittel aus den Nutzungsentgelten.
Wenn Sie sich für weitere Einzelheiten der ELFI-Geschichte interessieren, lesen Sie bitte den Artikel, der in Ausgabe 67 der DFN-Mitteilungen erschienen ist.
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